Liebe Uebersetzter,
ich habe nun gefuehlte tausende von malen den Deutsch-English als auch den English-Deutsch Pro und Sandard Test versucht. Und jedes mal findet Oliver einen kleinen Bindestrich oder ein Leerzeichen zu viel und streicht mir den Test. Nun... was ich auch gemerkt hab' ist das er jedes mal fast am selben Tag antwortet, anders als die anderen Kombinationen.
Also denke ich fehlt es doch an Deutsch Uebersetztern.
Wie ging es euch so bei den Deutsch Tests?
Beste Gruesse,
Robert.
62 comments
"Die Botschaft hör ich wohl"
Bitte achten Sie darauf, dass Sie sich bei Beiträgen sachlich ausdrücken, sonst könnte der Eindruck entstehen, Sie nehmen meine Postings persönlich. Die drei Punkte am Ende sind unsachlich.
"Nein. Aber das liegt sicher an mir"
Hier eine Zusammenfassung dessen, was Sie sagten:
Zu
a) horizon: "denke ich NICHT [Großschreibung nicht im Original], dass Ihnen aus diesem Fehler allein ein Strick gedreht worden wäre."
b) Grundstück: "Unschön, [...] aber geschenkt."
Noch ein Gedankenanstoß:
In folgendem deutschen Satz (meine eingereichte Übersetzung) gibt es kein Logik-Problem (sie behaupteten dies):
Während Ludwigs Regierungszeit war das Grundstück zwischen dem Schloss und dem westlichen Bereich einschließlich des riesigen Grand Canal als Petit Parc bekannt ... Inhalt: Definition des Petit Parc: Dieser erstreckte sich über den Grundstücksteil zwischen dem westlichen Bereich (Grand Parc, vgl. Luftaufnahme der Schlossanlage) und dem Schloss. Wo sehen Sie in dem Satz genau ein Logik-Problem? Der Bereich A (Petit Parc) kann sich von x (Schloss) bis zum westlichen Bereich (Grand Parc) erstrecken, wobei der westliche Bereich sich vom beschriebenen (Petit Parc) eben abgrenzt dadurch, dass der westliche Bereich eben Grand Parc heißt. Können in einem Flughafen beispielsweise nicht zwei Bereiche nebeneinander liegen? Überlegen Sie noch einmal, ob Sie das Adjektiv "unlogisch" richtig verwenden. Ist es "unlogisch", dass ein Bereich an einen anderen grenzen kann? (?)
Ich möchte auch noch einmal betonen, dass meine eingereichte Übersetzung frei von Orthographie-/Zeichensetzungs-/Grammatik-Fehlern war. Der Test wurde auf Grund stilistischer Präferenzen von Seiten des Korrektors bewertet, wobei der Inhalt meines Textes dem Ausgangstext entsprach. Dies kann ich auch noch dreimal wiederholen, es entspricht leider den Tatsachen.
"denke ich NICHT, dass Ihnen aus diesem FEHLER ALLEIN ein Strick gedreht worden wäre."
-- Während Ludwigs Regierungszeit war das Grundstück zwischen dem Schloss und dem westlichen Bereich einschließlich des riesigen Grand Canal als Petit Parc bekannt ...
Der westliche Bereich ist hier noch nicht definiert. Es stellt sich auch die Frage: „Bereich von was?“. Anders sähe es aus, wenn anstatt westlicher Bereich ein Eigenname stände, oder eine gängige Bezeichnung für dieses Gebiet. Das ist hier aber nicht gegeben.
Der Autor beschreibt hier einen Barockgarten mit typischer Wortwahl (Horizont), was bei Ihnen verloren geht.
„Können in einem Flughafen beispielsweise nicht zwei Bereiche nebeneinander liegen?“
Natürlich. Aber zu sagen, dass Bereich A da aufhört, wo Bereich B anfängt ,ist kein Informationsgewinn.
Nebenbei leidet in Ihrer Version auch der Lesefluss, da „einschließlich …“ sich jetzt auf den ersten Blick auch auf den westlichen Bereich beziehen kann.
Die von Ihnen angegebene Argumentation scheint mir an Stellen schlüssig, an anderen weniger:
a) Ich kann Ihr Argument nachvollziehen, dass der "westliche Bereich" nicht als solcher im Vorfeld als "Grand Parc" betitelt wurde und man deswegen kritisieren kann, dass das Wort "Horizont" dem des Bereiches vorgezogen werden könnte. Allerdings sollten Sie berücksichtigen, dass in dem übersetzten Text der Grand Parc im darauffolgenden Absatz das thematische Zentrum bildet.
b) "Bereich von was?" Bereich des Anwesens/der gesamten Schlossanlage. Der Text behandelt als zentrales Thema die (Ausdehnung der) Gärten (zunächst Situierung/Lagebeschreibung der wesentlichen Gärten im Gesamtanwesen Ludwigs XIV., vgl. "The Son King's Garden", Originaltext u. a. bei google.books einsehbar, der englische Text von Gengo wurde gekürzt). So habe ich ihn interpretiert und dieser Interpretation getreu erscheint mir, Sie verzeihen es, "Bereich" in Ordnung. Zumal mit "horizon" keine westliche Grenzlinie gemeint sein kann, da der "Petit Parc" sonst den "Grand Parc" miteinschließen würde (inhaltlich falsch!).
c) "Zu sagen, dass Bereich A da aufhört, wo Bereich B anfängt, ist kein Informationsgewinn". Diese Aussage ist für sich stehend korrekt. Sie hat aber nichts mit meiner Übersetzung zu tun, in der es heißt: Das Grundstück zwischen Schloss und Bereich X wurde Petit Parc genannt. Die Information der Namensgebung "Petit Parc", die in dem Textabschnitt wesentlich ist, lassen Sie aus. Insofern hat Ihr Argument nichts mit meinem Text zu tun, da Sie von einer falschen Prämisse ausgehen.
d) Sie mögen es nicht glauben, aber bis auf die Worte, die hier diskutiert werden (Horizon/area/expansion), hatte ich keine Fehler. Deswegen ja diese Diskussion. Wenn man von dem Gesamtgrundstück ausgeht, kann man sagen, Ludwig habe dort Gärten "verbreitet", eine area kann ein Grundstück i. S. von Bereich sein und "horizon" lässt sich m. E. in diesem Fall (natürlich nicht immer!) durch Bereich übersetzen.
Mir bleibt eine Frage (vielleicht wissen Sie es):
Wenn ich "horizon" durch Horizont übersetze, wie übergehe ich dann die inhaltliche Schwachstelle, dass der Petit Parc sich nicht bis ans westliche Ende des Gebietes, sondern nur bis zum Beginn des Grand Parc zog? Das "Schlusslicht" des Westens bildet nämlich nicht der Petit Parc. Dies würde aber so wirken, wenn man "westlicher Horizont" übersetzt. Dort habe ich nämlich beim Übersetzen eine Schwierigkeit gesehen und mich deswegen auch für "Bereich" entschieden.
Rechts in rot das Schloss (Kasten, teilweise im Bild)
Links daneben Petit Parc.
Ganz links im Bild: Grand Parc.
Hier noch einmal meine Übersetzung:
"Während Ludwigs Regierungszeit war das Grundstück zwischen dem Schloss und dem westlichen Bereich einschließlich des riesigen Grand Canal als Petit Parc bekannt."
WAS soll daran falsch sein?
[Bildquelle: https://andrelenotre.com/2014/01/06/courir-dans-le-parc-de-versailles-horaires-et-carte/]
Judith,
kannst du mal die Sätze aus dem Originaltext mit 'expansion' und 'horizon' posten? Ich möchte gerne meinen Senf dazugeben.
Hallo Sascha,
hier die Textzeilen im Original:
1) Horizon: "During Louis' reign the area between the château and the western horizon, including the Grand Canal, was known as the Petit Parc [...]."
2) Expansion: "But Louis, whose territorial ambitions were reflected in the relentless expansion of his gardens, continued to add parcels of land to his estate, so that, at the end of his reign - if we include the contiguous royal lands at Marly - the hunting park covered an astonishing 37,065 acres (15,000 ha), including the whole of the forest of Marly to the north and the woods on the heights of Satory to the south."
Es hat doch niemand angezweifelt, dass sich der Grand Parc im Westen an den Petit Parc anschließt.
Aber eben auch nicht nur, zumindest damals: http://www.feucherolles.fr/image/grandparc17.jpg
Aktuelle Karten können da auch in die Irre führen.
--Zumal mit "horizon" keine westliche Grenzlinie gemeint sein kann, da der "Petit Parc" sonst den "Grand Parc" miteinschließen würde (inhaltlich falsch!).
Das müssen Sie mit dem Originalautor ausmachen. Aber nochmal: Es geht hier im Sinne des französischen Barockgartens um die optische hintere Begrenzung des Parks (hier des Petit Parc), die idealerweise den Eindruck erwecken soll, dass die Hauptachse, „la grande perspective“, bis an den Horizont reicht.
Und aus persönlicher Erfahrung kann ich Ihnen versichern, dass das in Versailles der Fall ist. Bis zum (historischen) Grand Parc reicht der Blick nicht.
Ansonsten bin ich weiterhin der Meinung, dass ein „westlicher Bereich“ hier unvermittelt auftauchen würde und nicht die erforderlichen Informationen liefert.
Zu c): Mein Argument ist nicht davon abhängig, ob Bereich A benannt ist oder nicht und ich habe auch die Fälle genannt, in denen einen solche Formulierung sinnvoll sein kann.
-- WAS soll daran falsch sein?
Es ist nicht falsch im Sinne von unwahr. Es entspricht nur nicht dem Ausgangstext. (Es fehlt im weitesten Sinne ein Fachbegriff, die Lesbarkeit leidet und es geht Information verloren.)
Meiner Meinung nach ist deine Übersetzung von
1) 'horizon' mit 'Bereich' in Ordnung aber nicht optimal. Die Unterschiede scheinen mir hier fast philosophischer Art.
2) 'expansion' mit 'Verbreitung' in diesem Kontext nicht adäquat. Es handelt sich hier in der Tat um die Ausdehnung/Erweiterung/Expansion/den Ausbau von Gebieten, und nicht um eine Verbreitung. Im folgenden Satz wird ja ersichtlich, dass beispielsweise der Hunting Park bis auf 15000 Hektar erweitert/ausgebaut wurde. Eine Verbreitung von Objekten in einem Raum bedeutet, dass die Objekte über den Raum verteilt werden, aber nicht, dass die Objekte an Größe/Ausdehnung zunehmen. Daher ist deine Übersetzung mit Verbreitung in diesem Kontext meiner Meinung nach falsch.
Hallöchen,
die Karte ist verdreht, das ist an der Form des Grand Canal erkennbar! Auf Ihrer Karte liegt das Schloss links (spiegelverkehrt). Bitte verwenden Sie Karten, die das Schloss in richtiger Himmelsrichtung angeben. Danke.
"Es geht hier im Sinne des französischen Barockgartens um die optische hintere Begrenzung des Parks (hier des Petit Parc), die idealerweise den Eindruck erwecken soll, dass die Hauptachse, „la grande perspective“, bis an den Horizont reicht."
Das halte ich für eine sehr ausschweifende Interpretation von Ihrer Seite. Im Originaltext steht davon nichts. Bitte zitieren Sie aus dem Buch. Faktisch steht im Text das, was in den Zitaten an Sascha (s. o.) gesendet wurde, nicht mehr und nicht weniger. Der Text ist rein deskriptiv, von einer optischen Detaillierung ist keine Rede. Es geht um das Aufzeigen der Situierung der Gärten, von "idealerweise" kann nicht die Rede sein.
"Und aus persönlicher Erfahrung kann ich Ihnen versichern, dass das in Versailles der Fall ist. Bis zum (historischen) Grand Parc reicht der Blick nicht."
Ich war insgesamt 3x da und bei gutem Wetter hat man auf Grund der eher flachen Ebene ganz gute Sicht. Es ist auch unprofessionell, solche unsachlichen, persönlichen Erfahrung in eine professionelle Übersetzung einzubeziehen (!). Bitte beachten Sie dies bei Ihrem nächsten Posting.
Zu c) Doch, Ihr Argument haben Sie von einer Aussage abhängig gemacht, die inhaltlich keine meiner Aussagen/Übersetzungen vertrat. Insofern hatte Ihr Argument nichts mit der Diskussion zu tun, hörte sich aber dennoch ganz nett an, falls es Sie tröstet.
Können Sie genauer benennen, WAS nicht dem Ausgangstext entspricht?
Sowohl inhaltlich als auch sprachlich (vgl. Wörterbucheinträge) ist das Übersetzte korrekt. Ihre Argumentationen hingegen scheinen immer fadenscheiniger und subjektiver zu werden (vgl. die Aussicht am Schloss von Versailles oder die optische Begrenzung, die laut Text "idealerweise" irgendeinen Eindruck machen soll, was inkorrekt ist).
Definieren Sie bitte im nächsten Posting, welche "Informationen" das Wort "Bereich" nicht liefert, die aber im Wort "Horizont" enthalten sind.
Achten Sie auch darauf, dass Sie sich mit fadenscheinigen Argumenten nicht selbst diskreditieren und belegen Sie Textinterpretationen wenn möglich am Text. Dankeschön!
Hallo Sascha,
ich schrieb bereits an vorheriger Stelle, dass ich VerBREITung nicht im Sinne von BREIT meine, sondern ein Ventilator kann z. B. Wind VERBREITEN, eine Party kann Unruhe VERBREITEN und Ludwig XIV. hat seine Gärten auf dem gesamten Gebiet VERBREITET/GESTREUT (i. S. von expansion). In dieser Lesart sollte das Nomen machbar sein, da sich der Text NICHT, wie du sagst, nur aus Gebietsausweitungen bezieht, sondern auch um die Expansion, d. h. Verbreitung seiner Gärten auf verschiedene ORTE. Er hat Gärten in seiner Umgebung VERBREITET, so beispielsweise in Marly (Nachbarort von Versailles). Deine Lesart ist möglich, meine aber ebenso.
In der Lesart, die du beschreibst, halte SELBST ICH Verbreitung für falsch.
Habt ihr alle noch nie gehört: "Er hat schlechte Laune VERBREITET?" Das hat nichts mit "breit" zu tun. Sonst hieße es
verbreiteRt
Das Nomen würde deiner Lesart entsprechen, Sascha, übrigens VerBREITERUNG, nicht VerBREITUNG heißen!
Nachtrag: "entsprechend" sollte es heißen, das D fehlte.
Hallo Sascha,
ich hatte gerade gesehen, dass du das Argument mit dem "breit" nicht gebracht hattest, ich hatte deinen Post zu schnell überflogen. Ich kann deine Argumentation nun im Ganzen nachvollziehen, ABER: Der Text bietet objektiv einen Interpretationsspielraum, der mich auch zu meiner Übersetzung geführt hat, der bleibt, nämlich: Es wird vereinzelt davon gesprochen, dass einzelne Gärten ausgeweitet werden (vgl. das Beispiel in deinem Posting, Ansieg der ha-Zahl), auf der anderen Seite wird aber auch davon gesprochen, dass die Gärten eben über eine große Fläche verteilt sind. Wenn man von einzelnen Gärten ausgeht, dann werden sie verteilt (!), geht man von einer fixen Zahl an Gärten aus, werden sie eben vergrößert.
Professionelle Übersetzung würde wohl verlangen, nachzuschauen, ob er bestehende Gärten nur ausgeweitet oder neue Gärten (mit neuen Namen) geschaffen hat. Im letzteren Fall wäre meine Übersetzung absolut i. O.
Wie gesagt, der Folgesatz zeigt, dass es sich um eine Ausdehnung/Erweiterung/Expansion bzw. um den Ausbau von Gebieten handelt. Deswegen hat der Hunting Park an Größe zugenommen und beträgt am Ende 15000 Hektar. Es geht hier nicht darum, dass verschiedene Gebiete verbreitet werden, sondern dass die Gebiete vergrößert werden.
'Verbreiten' im Sinne von 'Objekte über einen Raum verteilen' würde davon abgesehen auch nie mit 'expand' beschrieben sondern mit 'spread/distribute'.
Aber ich finde deinen Ehrgeiz bewundernswert :)
Hallo,
nein. Das sage ich nicht, weil ich gerne Recht haben möchte, sondern weil es objektiv falsch ist: Im Text steht gar nicht, dass der Park vergrößert wurde. Ich habe gerade extra noch einmal nachgelesen, weil ich mich gewundert hatte, wie ich auf "Verbreitung" gekommen war. Dort steht nur, dass er viele riesige Parks angelegt hat, von einer Ausdehnung der Parks ist im Text keine Rede. Es ist nur einmal von einer Reduzierung die Rede, keinmal jedoch von einer Park Vergrößerung! Es ist nur im Allgemeinen die Rede davon, dass die Parks recht groß waren, ja. Deswegen hatte ich auch "Verbreitung" der Gärten gewählt.
But Louis, whose territorial ambitions were reflected in the relentless expansion of his gardens, continued to add parcels of land to his estate, so that, at the end of his reign - if we include the contiguous royal lands at Marly - the hunting park covered an astonishing 37,065 acres (15,000 ha).
Der hunting park hatte als Folge des Ausbaus der Gebiete eine "erstaunliche Größe von 15000 Hektar". Es ist hier eindeutig, dass der Park am Ende der Herrschaft von Louis an Größe zugenommen hat.
"distribution" ist im Übrigen nicht die aktive Verbreitung einer Person, sondern beschreibt die statische Verteilung einer Sache. Mit dem aktiven Beiklang lässt sich expansion m. E. durch Verbreitung übersetzen. Wahrscheinlich hätte ich dann aber eher Ausweitung nehmen sollen, vgl. http://de.pons.com/%C3%BCbersetzung?q=expansion&l=deen&in=&lf=de
Ich kann es nachvollziehen, dass man mir das Wort "Verbreitung" anstreicht, aber ich habe den Eindruck, dass man ein wenig mehr hinter die Gründe für die Wahl schauen sollte. Ein "Ausweitung der Gärten" ist dann für mich in besserem Deutsch eine Verbreitung der Gärten, wenn man sich nicht auf eine ausgeweitete Fläche bezieht, sondern um eine "Ausweitung des Garten-Gebiets". Dann wäre es eine "Verbreitung von Gärten".
Hallo Sascha,
ich habe gerade noch einmal den Ausgangstext gelesen. Ich verstehe es so, dass Ludwig seinem Grundbesitz (welchen Park/Garten auch immer dies umfasst) zusätzlich Land angefügt hat, und das Ergebnis des Land-Anfügens war der sogenannte Hunting Park, der aber keinen vergrößerten (!), sondern einen neuen (!) Garten konstituierte (ABER: dadurch, dass alten Parks/Gärten neues Land angefügt wurde). In dieser Lesart müsste "Verbreitung" i. O. sein, da der Hunting Park einen völlig neuen Park, keine Park-Erweiterung darstellt.
"Der hunting park hatte als Folge des Ausbaus der Gebiete eine "erstaunliche Größe von 15000 Hektar". Es ist hier eindeutig, dass der Park am Ende der Herrschaft von Louis an Größe zugenommen hat."
Was an dieser Argumentation hinkt, ist dass es nicht "den" Park gab! Nicht "der Park" hatte an Größe zugenommen, sondern Ludwig hatte eine Vielzahl an Gärten auf seinem Grundstück verteilt!
Ich kann deiner Argumentation nicht mehr ganz folgen. Für mich ist eindeutig, dass expansion hier im Sinne von Ausdehnung/Erweiterung/Expansion gemeint ist. Ganz analog zu:
The company is planning an expansion for next year.
The expansion of the network will improve the service quality.
I want to expand my network to find a job.
The company is expanding worldwide.
The universe continues to expand in all directions.
expansion of production facilities in Switzerland
Verbreitung wäre bestenfalls in extrem exotischen Fällen adäquat (Ich kann an kein Beispielsatz denken. Du?). Grundsätzlich ist Vebreitung ´spread(-ing), dissemination´.
-- Bitte verwenden Sie Karten, die das Schloss in richtiger Himmelsrichtung angeben.
Die Karte ist offensichtlich(!) um 180 Grad gedreht, so wie sie eben gezeichnet wurde. Leider müssen wir damit vorliebnehmen.
(Siehe auch meine Aussage, dass der Grand Parc durchaus auch im Westen liegt, was keinen Sinn ergeben würde, wenn ich entweder die Karte nicht lesen könnte oder Sie absichtlich in die Irre führen wollte.) Der Punkt ist, dass ein ebenso großer Teil auch im Süden liegt.
-- Das halte ich für eine sehr ausschweifende Interpretation von Ihrer Seite. Im Originaltext steht davon nichts. Bitte zitieren Sie aus dem Buch.
Das ist allgemeine Recherche. -> Google: Horizont Barockgarten (oder entsprechende Fremdsprache)
-- Ich war insgesamt 3x da und bei gutem Wetter hat man auf Grund der eher flachen Ebene ganz gute Sicht. Es ist auch unprofessionell, solche unsachlichen, persönlichen Erfahrung in eine professionelle Übersetzung einzubeziehen (!). Bitte beachten Sie dies bei Ihrem nächsten Posting.
Tut mir leid, aber das ergibt für mich keinen Sinn. Ich habe hier lediglich mit einem (zusätzlichen) persönlichen Beispiel untermauert, warum der Autor hier tatsächlich den Horizont meint, und keinen anderen Parkteil.
-- Können Sie genauer benennen, WAS nicht dem Ausgangstext entspricht?
Das habe ich jetzt schon lang und breit ausgeführt. Das können Sie annehmen oder nicht.
-- Sowohl inhaltlich als auch sprachlich (vgl. Wörterbucheinträge)
Da haben Sie meiner Meinung nach die Wörterbucheinträge nicht richtig gelesen, bzw. den Kontext ignoriert. Das Wort „Horizon“ kann hier nicht mit „Bereich“ übersetzt werden. Sie ersetzen hier die Worte des Autors durch eine neue Formulierung, die nicht in dem Maße deckungsgleich mit der Vorlage ist, wie Sie das darstellen.
-- Definieren Sie bitte im nächsten Posting, welche "Informationen" das Wort "Bereich" nicht liefert, die aber im Wort "Horizont" enthalten sind.
Der Horizont liefert die Position, Ausrichtung und Dimension des Petit Parcs. Der Bereich, von dem lediglich die Richtung bekannt ist, in der er zu finden ist, kann das in diesem Maße nicht leisten – und natürlich ist auch der Horizont selbst verschwunden. Wobei das jetzt natürlich immer mehr ins Detail geht, weil Sie mehr Interesse daran haben, die Kritik zu diskreditieren als Sie anzunehmen.
-- Was an dieser Argumentation hinkt, ist dass es nicht "den" Park gab! Nicht "der Park" hatte an Größe zugenommen, sondern Ludwig hatte eine Vielzahl an Gärten auf seinem Grundstück verteilt!
Tut mir leid, aber Sie haben sich da komplett verrannt.
Hallo,
es geht mir zunächst einmal NICHT darum, Kritik zu diskreditieren, sondern mich überzeugen zu lassen, wenn es möglich ist. Solange ich noch ein Fragezeichen offen habe, äußere ich dies auch. Ich komme aus einer Akademiker-Familie, für meine Herkunft kann ich nichts.
Zu Sascha: Die Argumente sind gerechtfertigt. Da der Text sich anders interpretieren lässt (nicht Erweiterung einzelner Gärten, sondern Anlegen weiterer Gärten), ist zumindest der Gedanke an eine "Ausbreitung" von Gärten gerechtfertigt. Solche Gedanken verwerfe ich in Zukunft aber und werde mich mehr an das Wörterbuch halten, da sich die mentalen Fußnoten, die meiner Übersetzung zu Grunde lagen, als irrelevant herausgestellt haben. Ich habe den Text offensichtlich ZU genau durchdacht, was im Ergebnis nicht zu verstehen ist. Daher auch Olivers Ablehnung.
Zu Chris: Sie sagen, ein Teil des Parks liegt auch im "Süden". Meinen Sie damit nun auf einer anderen Karte im Norden? Das Problem ist nämlich, dass ich auf dieser Karte den Grand Parc nicht verzeichnet sehe. Nur den Parc de Versailles. Ob dies der gleiche ist, müsste ich erst eruieren. In jedem Fall bleibt es ja so, dass der Grand Parc westlich des Petit Parc liegt.
Ich denke, was ich aus Ihrer Argumentation herauslesen konnte, und was ich so auch anerkenne, ist, dass das Wort Horizont ein Fachausdruck (!) im Bereich des barocken Gartenbaus ist. Da dies ersten Recherchen nach korrekt zu sein scheint, gilt dieses Argument für mich und in dieser Lesart müsste man "horizon" auch durch "Horizont" übersetzen!
Ich denke, was ich persönlich aus dieser Diskussion für mich gelernt habe ist (neben dem Aufbau des Schlossgartens von Versailles), dass ich ein Fernstudium in Übersetzung aufnehme, bevor ich professionelle Übersetzerin werde. Ich habe zwar ein Studium mit zwei Fremdsprachen abgeschlossen, jedoch nicht mit Übersetzungs-Schwerpunkt. Außerdem sind die naheliegenderen Lösung manchmal nicht die verkehrtesten.
Was ich - zu guter Letzt nach wie vor NICHT einsehe, ist, wieso ich area im genannten Fall nicht durch Grundstück übersetzen darf. Natürlich gibt es dafür naheliegendere Übersetzungen, in dem Fall ergibt sich doch nun wirklich kein Bedeutungsunterschied! Mal angenommen, Bereich wäre für horizon eine gute Übersetzung gewesen, müsste es doch legitim sein, bei area im Kontext auf Grundstück auszuweichen?
Judith,
versuche es einfach nochmal. Ich kann deine Frustration verstehen, die hatte ich auch. Mein erster Test (und ich glaube sogar der zweite) wurde vom Oliver auch abgelehnt. Mein Tipp ist, den übersetzten Text ein paar Tage liegen zu lassen, bevor man ihn einreicht, und dann mit Abstand nochmal durchzulesen. Dann fallen einem öfters noch Unschönheiten in der Übersetzung auf. Manchmal steigert man sich in einen komplizierten Text so hinein, dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht und "überinterpretiert". Da hilft es, mit Abstand nochmal drüberzugucken.
Hallo Sascha,
der Tipp ("ruhen lassen") ist Gold wert. Das, was du zu Wäldern und Bäumen schreibst, hat auch Hand und Fuß. Ob ich mich noch einmal bewerbe, entscheide ich später. Eine erneute Ablehnung wäre jedenfalls kontraproduktiv im Hinblick auf meine Vorhaben. Ich möchte nämlich in Zukunft übersetzen, eine Ablehnung entspräche einer einschneidenden Nicht-Bestätigung meines Vorhabens! Ich habe nicht Englisch, sondern zwei andere Fremdsprachen studiert (10 Jahre Berufserfahrung in den 3 Sprachen [+ eine tote], nicht Bereich Übersetzen), vielleicht probier ich es in einer anderen Sprach-Kombination noch einmal. Eigentlich wollte ich mit dem Test-Versuch meinen Arbeitssektor langfristig wechseln, da wusste ich aber noch nichts von Ludwigs fanatisch angelegten Park-Anlagen (und riesigem Grand Canal im mittigen Bereich), in denen ich mich "verlaufen" sollte.
Durch den Eingangstest bin ich mit 5/5 Punkten gekommen und fand ihn sehr leicht, die erste Korrektur (Ablehnung) durch Oliver war mehr als gerechtfertigt (Infinitiv-Ergänzungen mit zu ohne Kommata in die Übersetzung integriert, total blödsinnig), in der zweiten Test-Übersetzung waren dann keine formalen Mängel mehr (gemeint sind Orthographie/Grammatik/Zeichensetzung), sondern die drei bereits "erwähnten" Wortmängel. Der nächste Test müsste meinen Berechnungen zufolge dann fehlerfrei sein, wenn ich in der Zwischenzeit an meinen Kompetenzen zur Wortwahl etc. arbeite.
Ich informiere mich nun erstmal wegen eines Fernstudiums. Falls du gelernter Übersetzer bist oder einen wertvollen Erfahrungsschatz im Bereich Übersetzen dein Eigen nennst, bin ich über die darin enthaltenen Literaturtipps zur Übersetzung dankbar! :-)
Menschenskinder Judith,
jetzt habe ich den ganzen Tag die Diskussion mitverfolgt und war schon mehrfach versucht, mich ebenfalls dazu zu äußern, weil da mit einer Verbissenheit über winzigste Details diskutiert wurde, die einfach zu weit gingen.
Mit dem letzten Beitrag tun sich aber geradezu Abgründe auf. Mach bloß keine weitreichende Entscheidungen von dieser wirklich willkürlichen Ablehnung abhängig. ALLE reinen Internetanbieter von Übersetzungen, in denen praktisch jeder ohne irgendeine Qualifizierung als Übersetzer genommen wird, sind einfach reine Witzveranstaltungen, die jeden Anspruch an gute Arbeit einfach nicht zu würdigen wissen.
Mit deiner Ausbildung solltest du dich durch die Ablehnung von Gengo auf gar keinen Fall entmutigen lassen. Gerade dieser Anbieter legt überhaupt keinen Wert auf die Qualität der Arbeit und es ist, wie du schon sehr richtig erkannt hast, bestenfalls ein Glücksspiel als das es etwas mit Können zu tun hat, ob man für das Pro-Level zugelassen wird. Man kann für Gengo arbeiten, aber man sollte es viel lieber bleiben lassen, wenn man einen Anspruch an sich selbst und seine Arbeit hat und sich professionellere Auftraggebern anschließen, die auch außerhalb des Internets arbeiten. Das ist auf jeden Fall stressfreier und langfristig auch befriedigender.
Man muss sich nur in den Newslettern ansehen, worauf das Unternehmen Wert legt. Da geht es rein um die von den Arbeitstieren gefälligst neu zu erreichenden Wortanzahlen als um irgendwelche qualitativen Merkmale. Und die Auftraggeber, die sich für solche Unternehmen wie Gengo entscheiden, haben die völlig fehlerhaften Übersetzungen, die sie von den unprofessionellen Übersetzern geliefert bekommen, auch gar nicht anders verdient, wenn sie meinen, sie könnten die paar Cent für wirklich professionelle Übersetzer sparen.
Lass dich also bloß nicht durch diese völlig willkürliche Einschätzung einschüchtern, schlage bitte deinen bereits geplanten Weg weiter ein und hake dieses Erlebnis so schnell wie möglich für dich ab. Die ganze Auf-/Erregung ist es einfach nicht wert.
Ich wünsche dir auf deinem Weg alles Gute.
Hallo Klaus Dittmann,
du bist nicht zufällig der Klaus aus den Tatort-Krimis? Wie dem auch sei, vielen Dank für die Informationen! Gengo war jetzt schon die Erfahrung wert, ich denke aber, ich werde mich langfristig lieber professionell weiter ausbilden und dann eine seriösere Plattform suchen. Insgesamt scheint mir die Plattform doch eher halbseiden.
Arbeitest du denn für Gengo? Wenn ja, was sind so deine Erfahrungen? Verdienst? Aufträge? Kunden etc.
Ein frohes neues Jahr!
Huhu Judith,
Gengo hat mich über ein paar harte Monate gebracht, aber inzwischen vermeide ich es, dort zu "arbeiten". Ab und zu schaue ich nochmal spaßeshalber vorbei, wenn mir gaaanz langweilig ist. Was ich dann dort sehe, bestärkt mich aber immer wieder darin, dass es besser war, mir andere Auftraggeber zu suchen. Aber ich will hier nicht zu viel bashen, sonst werde ich ganz gesperrt.
Bilde dich auf seriösen und althergebrachtem Wege weiter, damit wirst du langfristig auf jeden Fall weiter kommen und wesentlich glücklicher.
Ich bitte auch um Entschuldigung für irgendwelche Fehler in diesem Text, aber ich habe schon gefeiert und mir dröhnt gerade Robbie Williams aus London die Ohren voll.
Wie gesagt: Nimm dir dein Erlebnis bitte nicht zu Herzen. Das ist alles nicht ernst zu nehmen.
Viel Spaß :-)
Hallo Judith,
-- Zu Chris: Sie sagen, ein Teil des Parks liegt auch im "Süden". Meinen Sie damit nun auf einer anderen Karte im Norden?
Süden-Süden. Der Grand Parc füllt im Grunde die ganze Karte (die rote Linien sind die Mauern aus dem Text).
Die Trennung von Petit und Grand Parc dürfte dann laut Text (zumindest in Ost-West-Richtung) auch ebenfalls diese Mauer sein.
-- Ich denke, was ich aus Ihrer Argumentation herauslesen konnte, und was ich so auch anerkenne, ist, dass das Wort Horizont ein Fachausdruck (!) im Bereich des barocken Gartenbaus ist.
„Fachausdruck“ ist wahrscheinlich übertrieben. Oben hatte ich das ja etwas abgeschwächt. Aber es ist eben eine gängige Formulierung, die der Autor auch so gemeint hat.